Michael Wohlgemuth (HR): "Wir haben die besten Voraussetzungen, um im kaufmännischen Bereich auszubilden."

In welchen Bereichen bildet die Bank of Scotland aus?

Bei uns kann man eine Ausbildung als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement absolvieren. Es ist ein allgemeiner kaufmännischer Verwaltungsberuf.

Seit wann bietet die Bank Ausbildungsplätze an?

Wir bilden in diesem Jahr erstmalig aus. Der Standort in Berlin besteht aber schon seit 2009. Wir sind seitdem strukturell und ressourcentechnisch sehr gewachsen. Mittlerweile haben wir die besten Voraussetzungen dafür, um in diesem Zweig umfassend ausbilden zu können.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Der Ausbildungsplan ist auf 3 Jahre ausgelegt. Wenn Bewerber jedoch kaufmännische Vorkenntnisse mitbringen und während Ihrer Ausbildung gute bis sehr gute Leistungen zeigen, können sie die Ausbildung auch verkürzen – auf zweieinhalb oder gar zwei Jahre.

Wie oft und wie viele Azubis stellt die Bank of Scotland ein?

Unser Ziel ist es, Kontinuität hineinzubringen. Künftig wollen wir deshalb regelmäßig zum August beziehungsweise September Ausbildungsstellen ausschreiben.

Wer betreut die Azubis?

Prinzipiell können sich die Auszubildenden bei allen Fragen direkt an den Ausbilder bzw. die Personalabteilung wenden. Man muss dabei bedenken, dass vor allem junge Menschen sehr wenig bis gar keine berufliche Erfahrung haben. Daher ist es uns sehr wichtig, eine Instanz im Unternehmen zu haben, an die sich die Auszubildenden jederzeit wenden können – auch über die fachlichen Komponenten hinaus. Zeitgleich gibt es in jeder Abteilung unseres Hauses einen fachlichen Ansprechpartner, der ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.

Gibt es Schwerpunkte im Ausbildungsprogramm?

Ja, es gibt einige Schwerpunkte, um Fachkenntnisse in bestimmten Bereichen vertiefen zu können. Zeitgleich haben die Azubis den Vorteil, in allen Abteilungen unserer Bank unterschiedliche Erfahrungen sammeln zu können, um dann zu entscheiden, in welche Richtung der eigene berufliche Weg gehen soll.

In welchen Abteilungen der Bank können die Azubis am Ende der Lehre arbeiten?

Prinzipiell in allen. Natürlich haben wir gewisse Präferenzen als Arbeitgeber. Nichtsdestotrotz müssen auch die Azubis ein gutes Gefühl dafür entwickeln, wo ihre Stärken liegen. Nach drei Jahren werden sie ein sehr detailliertes und umfangreiches Bild vom gesamten Unternehmen haben. Und wir wollen natürlich jedem, der unser Unternehmen von A bis Z kennengelernt hat, eine attraktive berufliche Perspektive bieten.

Welche Benefits bietet die Bank ihren Auszubildenden?

Wir sind eine reine Online-Bank. Das heißt, dass wir unsere Kunden nicht face-to-face betreuen, wie dies z.B. in einer klassischen Filialbank der Fall ist. Das trägt stark dazu bei, dass wir einen für die Branche ungewöhnlich offenen Umgang miteinander pflegen: Wir sind alle per „Du“ – unabhängig davon, ob wir mit unseren Teamkollegen oder unserem Managing Director sprechen. Auch eine Kleiderordnung – mit Anzug und Krawatte bzw. Kostüm – gibt es bei uns nicht. Das lässt viele Barrieren verschwinden.
Was ich persönlich ganz toll finde, ist unser internationales Team. Damit rühmen sich zwar viele Unternehmen in Berlin, aber nur wenige können behaupten, über 20 unterschiedliche Nationalitäten unter ihrem Dach zu vereinen. Automatisch gehört damit die englische Sprache zu unserem Berufsalltag.

Welche Voraussetzungen sollen Interessenten mitbringen? Gibt es irgendwelche Einschränkungen?

Niemand wird per se ausgeschlossen. Alle Bewerber bekommen bei uns eine faire Chance. Zum Beispiel: Wenn wir eine Bewerbung von einem 35-Jährigen Interessenten bekommen, der bereits eine abgeschlossene Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung mitbringt, behandeln wir ihn nicht anders, als einen Schulabgänger. Wichtig ist, dass er uns gut darlegen kann, warum gerade in seiner Situation eine Ausbildung die richtige Wahl ist. Er hat also keine schlechteren Karten als ein Realschüler oder Abiturient. Ganz wichtig an dieser Stelle - wir setzen kein Abitur voraus. Ein guter Realschulabschluss ist vollkommen ausreichend.

Worauf kommt es noch an?

Für uns ist es sehr wichtig, dass die Bewerber charakterlich zu uns passen. Wir kennen ja unsere Abteilungen und wissen auch, was man mitbringen muss, um den Arbeitsalltag erfolgreich zu meistern. Deshalb steht für uns neben der Qualifikation vor allem die Persönlichkeit der Bewerber im Vordergrund.

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Wenn wir Unterlagen bekommen, schauen wir sie erstmal genauer an. Hört man also längere Zeit nichts von uns, muss man sich keine Sorgen machen – wir wollen ja alle Bewerber fair behandeln.
Der nächste Schritt ist das persönliche Kennenlernen. Wir verzichten auf Telefoninterviews und gehen direkt zu persönlichen Gesprächen über. Wir laden die Interessenten zu uns ein und sprechen über die Ausbildungsinhalte, den Lebenslauf, ihre Interessen, ihre Motivation. Wenn das erste Gespräch gut läuft, kommen die Bewerber auf ein zweites Gespräch vorbei. Am Ende dieses Gesprächs bitten wir unsere Bewerber, einen kurzen Test (20-25 min.) zu absolvieren. Danach führen wir sie durch unsere Büroräume. So können sie sich ein Bild von ihrem potenziellen Arbeitsplatz und unseren Mitarbeitern machen.

Wie schnell bekommen die Bewerber eine Antwort von der Bank?

Nachdem die Gespräche mit allen Kandidaten geführt sind und wir uns für einen Bewerber entschieden haben, geben wir ihm innerhalb weniger Tage Bescheid. Natürlich bekommen die Interessenten auch ein paar Tage Zeit, um über unser Angebot nachzudenken. Sagen sie zu, bekommen Sie von uns den Vertrag.