1. In Wales beginnen die Feierlichkeiten mit dem Besuch der Kirche am Abend des 24. Dezembers. Die Frauen gehen dann zur Mitternachtsmesse, wohingegen die Männer eher in die lokalen „Working Men’s Club“ (im 19. Jhd. gegründet – privater Treff für damalige Arbeiter und ihre Familien zugunsten der Erholung und des Bildungsaustauschs) gehen.

Der 25. Dezember ist der Tag, an dem wir eigentlich Weihnachten erst so richtig feiern. Die Männer kümmern sich um die Zubereitung des Fleisches und die Frauen kümmern sich um den Rest des Essens. Sobald alles fertig zubereitet ist, machen sich die Männer wieder auf den Weg zum Club um erneut anzustoßen, während die Frauen eher den Sherry neben den restlichen Vorbereitungen bevorzugen.

 

2. Traditionell gibt es einen großen Truthahn, welcher meist auch zu groß für den Ofen ist. Doch neuerdings wird auch Rind serviert. Außerdem gibt es Yorkshire Pudding, gebratene und gekochte Kartoffeln, Rosenkohl (generell Kohl), 3 verschieden Arten von Füllungen für den Truthahn, Würstchen im Schlafrock, in Honig geröstete Pastinaken, Erbsen, grüne Bohnen und dazu Braten- und Cranberrysauce.  

Als Dessert esse ich persönlich sehr gerne Christmas Pudding mit Kondensmilch, aber es werden klassischerweise auch Windbeutel mit einer Cremefüllung serviert. Außerdem gibt’s noch Käsekuchen und Apfelkuchen mit Vanillesoße.

 

3. Ja, wir reichen uns gegenseitig am Morgen des 25. jeweils ein Geschenk. Die restlichen werden persönlich vom jüngsten Familienmitglied übergeben. Üblicherweise befinden sich die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum oder in großen Säcken.

 

4. Gemeinsam Zeit mit meiner Familie zu verbringen und den Blick auf ihren Gesichtern zu sehen, wenn sie die Geschenke öffnen, für die ich Jahre brauchte um sie zu planen :)

Ich bin nicht wirklich religiös und habe auch nicht meine Familie in meiner Nähe, somit darf ich hier in Berlin auch ab und an etwas "mürrisch" sein :)