1. Wir feiern Weihnachten am 25. und 26. Dezember. Den 25. Dezember nennen wir “1. Kerstdag” (1. Weihnachtstag) und den 26. Dezember logischerweise 2. Kerstdag (2. Weihnachtstag). 1 oder 2 Wochen vorher wird der Weihnachtsbaum aufgestellt. 

 

2. Kurz zusammen gefasst, wird am 25. und 26. Dezember hauptsächlich gegessen. An einem Tag kamen bei uns dann immer Opa und Oma zum Essen vorbei. Alles ein bisschen ausführlicher als sonst, aber ein traditionelles Weihnachtsessen gibt es nicht. Ein Truthahn oder eine Gans hatten wir zu Hause noch nie und ich kenne das von anderen auch nicht.

Viele Leute gehen zwischen den Mahlzeiten einmal in die Kirche.

 

3. Eine richtige Bescherung gab es auch nicht. Es gab eine Kleinigkeit unter dem Baum (Kleidung, Buch...) wobei es kein Geheimnis war, dass es von den Eltern kam. Den Weihnachtsmann oder das Christkind gab (gibt) es nicht.

 

4. Um die Zeit zwischen den Mahlzeiten abzusitzen, werden oft typische Weihnachtsfilme geschaut. Das macht man in Deutschland glaube ich auch so und wie auch hier, läuft jedes Jahr „Home alone“ (Kevin allein zu Haus), aber auch das Musical „Annie“.

Eine andere typische Art von Zeitvertreib in den Niederlanden an Weihnachten ist: man besucht Möbelhäuser. Nicht weil man unbedingt neue Möbel braucht, aber die Möbelhäuser haben geöffnet und es ist eine gern genutzte Möglichkeit um kurz raus zu gehen.

Für ein Kind ist also die Weihnachtszeit nicht so besonders aufregend. Essen mit der Familie, unter Begleitung von Weihnachtsliedern, einmal in die Kirche gehen, zwischendurch einen Film schauen oder ein Möbelhaus besuchen und ein Schlafanzug als Geschenk: nicht so wirklich das Highlight des Jahres.

Viel wichtiger für niederländische Kinder ist: Sinterklaas am 5. Dezember. Da kriegt man als Kind viele und große Geschenke und man denkt auch, dass man diese vom Sinterklaas bekommt. Dass er nicht existiert, war für mich ein großer Schock. Aber das ist eine andere Geschichte.