1. In Italien gibt es einige unterschiedliche Traditionen. Im Norden feiern wir anders als im Süden, zudem kommt es natürlich auch auf die individuellen Familientraditionen an. Einige feiern das größte Fest sogar schon am 13. Dezember (eher in den Bergregionen), aber schauen wir uns doch mal an, wie eine ganz normale Familie, die unter 1000 Metern Höhe lebt, das Fest feiert:

 

2. Die Atmosphäre wird am Morgen des 24. Dezembers sehr hektisch, wenn die Familien ihre Geschenke fertig besorgt/verpackt und diese für die Kinder versteckt haben und mit der Zubereitung des Essens begonnen wird. In der Nacht zum 25. ist es Tradition zur Kirchenmesse zu gehen, da Weihnachten das wichtigste katholische Fest ist.  Die Familie trifft sich dann zu einem großen Essen (im Süden ist es üblicher eher ein großes Abendessen am 24. zu haben), bestehend aus Antipasti als Vorspeise - Antipasti reicht normalerweise für so eine große Mahlzeit aus, aber das ist nur der Beginn einer 4-stündigen Essens-Session. Anschließend wird zur Hauptspeise Fisch (abhängig von der Familie) oder auch Pasta (traditionell Tortellini mit Brühe oder Ravioli mit Tomatensauce) serviert. Als Desert gibt es Panettone (typischer Weihnachtskuchen) oder Pandoro - die Alternative für diejenigen die keine Rosinen oder Süßes mögen (Kinder bevorzugen dies). Zum Schluss werden diejenigen, die das Essen überstanden haben, noch mit Nüssen, Mandeln usw. versorgt.

 

3. Am Morgen des 25. Dezembers öffnen die Kinder ihre Geschenke, die während der Nacht unter dem Weihnachtsbaum platziert wurden.

 

4. Die Bedeutung von Weihnachten ist das Zusammentreffen der Familie und der Menschen, die sich während des Jahres kaum sehen. Vorallem für Kinder und Großeltern ist es eine schöne Angelegenheit.