1. Da wo ich herkomme (Süden Frankreichs), feiern wir Weihnachten vorwiegend am Abend des 24. Dezembers. Nikolaus wird beispielsweise nicht gefeiert, obwohl ich glaube, dass in einigen nördlichen Regionen dies getan wird. Am 24. kommt die Familie zusammen und versammelt sich im Haus eines Familienmitgliedes (bei demjenigen der den größten Platz hat).

 

2. Der Abend beinhaltet sehr viel gutes Essen. Als Vorspeise gibt es Foie Gras – zu Dt. Gänsestopfleber, dazu noch Austern sowie Weiswein. Als Hauptspeise wird Truthahn oder Geflügel serviert. Da meine Mutter Vietnamesin ist, gibt es in unserem Fall noch mehr exotisches, doch die Ursprungsidee bleibt dieselbe – das Essen soll lecker sein und du sollst kein einziges Kilogramm an Gwicht verlieren, während du es verspeist. Nach der Hauptspeise sind eine Käseplatte und Rotwein ein absolutes Muss. Zum Abschluss gibt es das traditionelle Weihnachtsgebäck Buche de Noel – zu Dt. Weihnachtsbaumstamm.   

 

3. Generell warten die Kinder mit der Bescherung bis nach dem Essen. In einigen Familien wird damit sogar bis zum Morgen des 25. abgewartet (die armen Kinder). In meiner Familie war es für alle in Ordnung, die Geschenke bereits an Heiligabend zu öffnen (jeder hatte seinen Spaß – Die Eltern mit dem Wein und die Kinder mit den Spielsachen). Als ich jung war, wurden die Geschenke vor mir versteckt und mein Bruder hatte mich, während sie vor die Haustür gelegt wurden, versucht abzulenken, damit ich nichts mitbekomme. Dann klopfte jemand an die Tür und ich lief hinaus und fand die Geschenke vor. Anschließend wurden sie alle  unter den Weihnachtsbaum gelegt. Die Bescherung erfolgte nach dem Essen. Das ist nicht unbedingt eine typisch französische Tradition, aber die meiner Familie.

 

4. Das wichtigste des Abends ist, dass Zusammenkommen der Familie, aber auch eine Magie für die Kinder zu erzeugen. Mein Cousin und ich dachten, dass der Weihnachtsmann derjenige ist, der an die Tür geklopft hat und dort die Geschenke hinterließ. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Zeit.